Wahlkampf im Kindergarten
Nach den Sommerferien und mit Beginn des neuen Kindergartenjahres, sollen und müssen wieder neue Kindervertreter*innen gewählt werden. Zunächst gibt es eine Annäherungszeit und Umgewöhnungszeit. Einige Kinder sind in die Schule gekommen, neue Kinder kommen dazu. Die Kleinsten sind plötzlich nicht mehr die Kleinsten und da gibt es jetzt auch neue ABC Kids, die Ihren Platz als die Ältesten neu finden müssen.
Nach 5 Wochen wurde das Thema Kindersprecher*in das erste Mal durch Tina (Kita Sozialarbeiterin) angesprochen „Wer hat Lust dieses Amt dieses Jahr mit zu gestalten?“. Dann gab es eine Bedenkzeit für die Kinder ganz für sich. In Woche 6 kam Tina wieder und fragte wer Interesse hat, sich mit Ihr über die Aufgaben auszutauschen und mal zu hören was Kindervertreter*innen so machen. Sehr schnell hatten sich dafür 15 Kinder gefunden. In der darauffolgenden Woche setzen sich Sophie (Erzieherin im Kiga Bereich und Kinderschutzfachkraft) und Tina mit den Interessenten zusammen. Sie unterhielten sich über die Aufgaben und Kinder, die dieses Amt auch im vorhergehenden Jahr ausfüllten und wieder aufgestellt werden wollten, berichteten von Ihren Erfahrungen. Dabei verloren 4 Kinder das Interesse „Das ist langweilig“, „Boar, soviel!?“, „Nee, das will ich nicht machen.“
Mit den verbliebenen 11 Kandidaten*innen gestalteten die beiden am 13.09.2024 die persönlichen Wahlplakate, auf denen die Kinder sagten warum sie das gerne machen wollen und warum ausgerechnet sie gewählt werden sollten. Bis zur Wahl, am 24.09.2024, hingen die Plakate, für alle Kindergartenkinder gut sichtbar, im Restaurant. Gespräche vor der „Wahl-Wand“ folgten und auch den Eltern wurden die Plakate stolz und interessiert gezeigt.
Die Wahl selbst, anderthalb Wochen später, war natürlich geheim. Die größeren Kinder (Ruhe- und Wachkinder) bekamen Wahlzettel mit den Kandidaten aus diesem Bereich. Jedes Kind hatte 2 Stimmen. Unsere Schlafkinder haben eine Sternchensticker-Wahl gemacht. Dabei durften sie von den Kandidat*innen einen aus ihrem Bereich und einen von den Größeren wählen (bei dem sie dachten, dass dieses Kind sich auch für die Jüngeren einsetzt).
Es war eine faire und spannende Wahl. Geplant waren 7 Kinder, die das Kindergremium bilden. Geworden sind es, auf Grund der Stimmverteilung 10. Grund hierfür ist der Einzug von 4 Kindern direkt mit Mehrheit und 6 Kinder mit der gleichen Stimmenanzahl. Wir werden sehen, ob die Kinder alle dabeibleiben